2026
Den Gletscherrückzug gestalten: Institutionelle Fragmentierung und Verfahrensgerechtigkeit in Schweizer Gletschervorfeldern
Durch den Rückzug der Schweizer Gletscher werden zunehmend Gletschervorfelder freigelegt, die weit mehr sind als bloss Fels und Geröll: Sie können sich zu wertvollen Lebensräumen entwickeln, gefährliche Sedimentströme regulieren und Raum für Wasserkraft, Tourismus und Alpwirtschaft bieten. Die Geschwindigkeit dieser Entwicklungen erfordert eine bewusste gesellschaftliche Reaktion: Wie sollen diese neu entstehenden Landschaften gesteuert und verwaltet werden?
Künftige Klanglandschaften von Strassenräumen erleben
Wie wird eine Strasse künftig klingen? An der Scientifica 2026 zeigt PLUS, wie räumliche Klangsimulationen neue Einblicke für die Planung ermöglichen.
Umgang mit klimatischen Unsicherheiten in Bergregionen
Unsere neue Veröffentlichung in «Cell Reports Sustainability» schlägt eine neue Forschungsagenda vor, um dieser Herausforderung zu begegnen. Auf der Grundlage von 25 Fallstudien aus 18 Ländern auf fünf Kontinenten identifiziert die Studie fünf Prioritäten für den Aufbau einer widerstandsfähigen, inklusiven und nachhaltigen Zukunft der Bergregionen.
Heilige Stätten als Rückzugsgebiete für einheimische Pflanzenvielfalt in urbanisierten tropischen Landschaften
Sind Städte gut oder schlecht für die Biodiversität? Der allgemeine Konsens scheint zu sein, dass unkontrollierte Urbanisierung eine ernsthafte Bedrohung für Flora und Fauna darstellt, eine durchdachte Stadtentwicklung die Artenvielfalt jedoch auch fördern kann, beispielsweise durch die Schaffung neuer ökologischer Nischen. Solche Fragen werden zunehmend in wohlhabenden Städten des Globalen Nordens untersucht, sind im Globalen Süden jedoch noch weitgehend unbeantwortet.
Neue SELINA-Policy-Briefs unterstützen Massnahmen gegen Belastungen der Ökosysteme und deren Erholung
Zwei neue Policy-Briefs, die im Rahmen des «Horizon Europe»-Projekts SELINA entwickelt wurden, stellen sich ergänzende Instrumente zur Unterstützung evidenzbasierter Umweltmassnahmen in Europa vor.
Jährliche PLUS-Schreibwoche in den Bergen von Graubünden
Die 9. Ausgabe der jährlichen PLUS-Schreibwoche führte das Team nach Tarasp im Kanton Graubünden und bot eine Woche Zeit für konzentriertes Schreiben, Diskussionen und Austausch.
Fünf erfolgreiche Dissertationen
In den vergangenen drei Monaten haben fünf PLUS-Doktorierende ihre Dissertationen erfolgreich verteidigt, in denen sie die Landschaft aus verschiedenen Blickwinkeln und mit unterschiedlichen theoretischen und methodischen Ansätzen untersucht haben.
Steckbriefe von Visualisierungsinstrumenten für Landschaftsthemen
Visualisierungsinstrumente sind ein wertvolles Hilfsmittel für Fachsleute im Bereich Landschaft. Diese Steckbriefe zeigen ihren Mehrwert auf und veranschaulichen Anwendungsmöglichkeiten.
Zeitliche Archetypen der Beiträge der Natur für den Menschen im Hinblick auf eine nachhaltige Landschaftsentwicklung in der Schweiz
In der heutigen Landschaftsplanung werden häufig statische räumliche Daten verwendet, die der zeitlichen Dynamik von Ökosystemleistungen nicht Rechnung tragen. Diese Studie kombiniert Deep Learning mit Expertenbefragungen, um Muster der bis 2060 prognostizierten Veränderungen zu identifizieren und damit eine wissenschaftliche Grundlage für ein adaptives Management zu schaffen.
Neue Veröffentlichung: Untersuchung der Auswirkungen der Erreichbarkeit auf die soziale Vielfalt in der Freizeit: Ein Schelling-Modell-Ansatz für 15-Minuten-Städte
Das Interesse an der Schaffung von gemischt genutzten Quartieren, in denen alle Dienstleistungen des täglichen Bedarfs innerhalb von 15 Minuten zu Fuss erreichbar sind, nimmt zu. Es wird jedoch argumentiert, dass dies die Möglichkeit der Interaktion mit Personen aus verschiedenen sozialen Gruppen in der Stadt einschränken würde; in diesem Beitrag untersuchen wir dieses Phänomen.
Fernerkundung und georäumliche Analyse zur Untersuchung der Regeneration von Pflanzengemeinschaften in vom Menschen veränderten Landschaften
In diesem Perspektivbeitrag zeigen wir, dass die rasanten Fortschritte in der Fernerkundung und der Geodatenanalyse ein bislang wenig ausgeschöpftes Potenzial bieten, die Forschung zur natürlichen Regeneration zu skalieren und vermehrt interdisziplinär auf Landschaftsebene auszurichten.
Neue Veröffentlichung zur Einbeziehung anthropogener Belastungen in die Ökosystemrechnung
Belastungen wie Landnutzungsänderungen, Umweltverschmutzung und invasive gebietsfremde Arten gelten weithin als Hauptursachen für den Verlust der biologischen Vielfalt, werden jedoch nicht systematisch in die Rahmenwerke der Ökosystemrechnung einbezogen.
Neuer Artikel in One Ecosystem über den Zusammenhang zwischen dem Zustand von Ökosystemen und Ökosystemleistungen
Ökosystemleistungen hängen grundlegend vom Zustand des Ökosystems ab, dennoch stützen sich viele Bewertungen nach wie vor in erster Linie auf die Landbedeckung als Indikator für die Funktionsweise des Ökosystems. In dieser aktuellen systematischen Übersicht haben wir 128 wissenschaftliche Studien analysiert, um zu untersuchen, wie Indikatoren für den Zustand von Ökosystemen derzeit mit Bewertungen von Ökosystemleistungen verknüpft sind.
Stresstests für Naturschutzstrategien unter unsicheren zukünftigen sozioökologischen Veränderungen zeigen, welche Ansätze die zukünftige Bereitstellung von Ökosystemleistungen am besten schützen.
Die Naturschutzplanung basiert oft auf statischen Sichtweisen der heutigen Landschaften. Unsere Forschung zeigt, wie Simulationsmodelle für zukünftige Szenarien adaptive Strategien leiten und Synergien zwischen konkurrierenden Naturschutzzielen aufzeigen können.
Ein disaggregiertes Modell des städtischen Landnutzungswandels zeigt, wie sich Siedlungen ausbreiten und verändern
Lokale funktionale Verdichtungen können weitreichende regionale Effekte auslösen, und hochauflösende Modelle machen diese übergeordneten Muster sichtbar.
Neuer Artikel in Journal of Insect Conservation: Passives akustisches Monitoring von Heuschrecken im Agroforst
Die Biodiversität steht in vielen landwirtschaftlich genutzten Regionen unter starkem Druck, und zahlreiche Arten sind in der Schweiz gefährdet – darunter auch rund 40 % der Heuschreckenarten.
Entwicklung gemeinsamer und gewünschter räumlicher Energievisionen
Unser neuer Artikel «Integrated participatory visioning for a shared and desired spatial energy future» in European Planning Studies untersucht, wie partizipative Visionsprozesse wünschenswerte räumliche Entwicklungen und gesellschaftliche Transformationen, wie etwa die Energiewende, unterstützen können.